Patrozinium in Seyboldsdorf

 

 

Einen Tag vor dem eigentlichen Gedenktag feierte die Pfarrei Seyboldsdorf am Abend den Patron ihrer Pfarrkirche, Johannes der Täufer. Dieser gilt als Wegbereiter für das Kommen Jesu. Er rief das Volk zur Umkehr auf und wollte durch seine Predigten und Taufen am Jordan auf den Erlöser vorbereiten .Mit 13 Ministranten eröffnete Stadtpfarrer Peter König den feierlichen Gottesdienst zum Patroziniumsfest, der vom Kirchenchor unter der Leitung von Benedikt Högl musikalisch gestaltet wurde.

In seiner Predigt erwähnte er zunächst die Aktualität von Meinungsumfragen, denen man in den Wahlkampfzeiten besondere Aufmerksamkeit schenkt. Ob dies zum Erfolg beiträgt ist jedoch nicht garantiert. Eine andere Meinungsumfrage bietet sich auch im Tagesevangelium an, mit der Jesus den Glauben seiner Apostel prüfen will. Er fragt sie, für wen ihn die Leute halten. Die Antwort ist ernüchternd. Die einen halten ihn für Johannes den Täufer, andere für Elija oder einen anderen großen Propheten. Auf die Frage für wen ihn die Apostel halten, bekennen sich Petrus und die anderen Apostel zu ihm als Messias. Durch die Nähe mit Jesus erfuhren die Apostel die Einzigartigkeit Jesu, die weit mehr ist als alle bedeutenden Menschen der Vergangenheit. Jesus will den Weg zu Gott zeigen, der jedoch konträr zum heutigen Lebensstil vieler Menschen verläuft. Nicht Spassgesellschaft und Lustgewinn sind gefragt, sondern Annahme und Bewältigung seines Lebens mit allen Höhen und Tiefen nach dem Vorbild Jesu. Er fordert die Menschen auf, ihr tägliches Kreuz anzunehmen und ihm nachzufolgen. Mit einer Geschichte, die dies den Zuhörern nochmals verdeutlichen sollte, schloss Stadtpfarrer König seine Predigt. Bevor der Gottesdienst beendet wurde, bedankte sich Pfarrer König bei den Ministranten für ihren Dienst, besonders bei Christane Bayer, die 12 ½ Jahre als Oberministrantin Verantwortung übernahm und die nun weiterhin als Lektorin der Pfarrei treu bleibt. Erfreulich war, dass es nicht nur eine Verabschiedung gab, sondern auch eine Neuaufnahme. Luisa Schwaiger wurde in die Ministrantenschar aufgenommen, sodass, wie Stadtpfarrer König bemerkte, die 12 Ministranten an die 12 Apostel erinnern.

Monika Kaspar