Marterlgang zum Fest Kreuzerhöhung in Seyboldsdorf

 

 

In der Pfarrei "St. Johannes" Seyboldsdorf fand heuer zum Fest Kreuzerhöhung ein einstündiger Marterlgang statt. Nach dem Bericht aus der Zeit um 600 ist die Auffindung des hl. Kreuzes unter Helena am 14. Sept. 320 geschehen. Konstantin baute für das Kreuz das Martyrion auch "Ad Crucem" genannt, neben der Anastasis, der Auferstehungskirche oder Grabeskirche. Diese Kirchbauten wurden am 13. Sept. 335 geweiht. Der Kirchweihtag war folglich der 14. September. Es geht um den Dank für die Weihe dieser Jerusalemer Gotteshäuser, in denen die Christenheit Heimat hat. Wir stehen bereits im Herbst - Zeit der Ernte - Besinnung auf die Frucht - die vom Kreuz kam. Das Kreuz ist der Paradiesbaum der Neuen Schöpfung. Seine Frucht ist Christus, uns dargeboten in der Eucharistie. Dieses Jahr, wie das letzte - Coronajahr, viele Menschen leiden darunter, im Altenheim, im Krankenhaus, in der Schule - schauen wir heute auf zum Kreuz und bitten den Herrn, den Gekreuzigten um seinen Segen, seine Gnade, so die Einleitungsworte von Stadtpfarrer Peter König. Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Hoffnung, im Kreuz ist Leben. Unterwegs wurde gebetet und gesungen.

 

 

"Wie oft begegnen wir dem Kreuz, auch heute auf unserem Weg: das Friedhofskreuz, das Kreuz auf den Gräbern, am neuen erweitertem Friedhof ein Kreuz und sicher werden auch die Nonnen, die Magdalenerinnen hier in Seyboldsdorf ein Kreuz getragen haben, viele Menschen haben seit Kindheit an ein Kreuz zu schleppen", an sie alle wollen wir heute denken. Bei dieser Kreuzandacht wurden die sieben letzten Worte Jesu am Kreuz gebetet.

 


Pfarrer Peter König