Ein Abschied nach 1000 Tagen an der Vils

Pater Robin Xavier wurde aus der Pfarrei verabschiedet – Gottesdienst und Empfang

 

Vilsbiburg. Mit dem Geschenk eines herrlichen Sonntags verabschiedete sich die Pfarreiengemeinschaft von ihrem beliebten Pfarrvikar Robin Xavier, der nach drei Jahren geistlicher Arbeit an der Vils als Pfarrer nach Vilseck in der Oberpfalz gehen wird. Am Sonntagabend zogen Pfarrer Peter König, Pater Alois Gassner vom Berg und Pater Robin Xavier mit einer Schar Ministranten in die Pfarrkirche ein. Der Dankgottesdienst wurde feierlich mitgestaltet vom Kirchen- und Projektchor unter der Leitung von Martina Strobl. Stadtpfarrer Peter König leitete den Dankgottesdienst mit Begrüßungsworte ein und dankte Pater Robin für sein Wirken. Zum 1. September 2016 hatten beide ihren Dienst in der damals noch eigenständigen Pfarrei Vilsbiburg angetreten. Groß war beim Abschiedsgottesdienst das Aufgebot an Mitgliedern aus den Reihen der Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungen sowie der Kirchenpfleger der Pfarreien Vilsbiburg, Seyboldsdorf und Gaindorf/Haarbach. Auch viele weitere Gläubige wollten mit ihrem Besuch an diesem Tag dem scheidenden Geistlichen bei seinem letzten Gottesdienst in Vilsbiburg die Ehre erwiesen.

Im Beisein des Kirchenpflegers Tobias Gmeineder schloss sich der Vilsbiburger Pfarrgemeinderatssprecher Josef Fritz den Dankesworten von Pfarrer Peter König an. Obwohl von vorneherein klar gewesen sei, dass es für Pater Robin in der Pfarrei nur ein kürzeres Wirken sein werde, sei die Zeit doch wie im Flug vergangen. Zum Dank überreichte Fritz ein Bild mit allen drei Kirchen der Pfarrgemeinden. Viele Jugendliche habe Pater Robin begleitet, von der Taufe an bis hin zur Kommunion und Firmung. Er habe auch viel mit den Ministranten unternommen, wurde im Rahmen der Würdigung des scheidenden Pfarrvikars ebenfalls betont.

Anstelle einer Predigt trug Pater Robin Dankesworte vor und dankte besonders für die freundschaftlichen Worte so vieler Menschen zu seinem Abschied, der durchaus emotional ausfiel. Beim Blick zurück meinte Pater Robin, ihm werde in Zukunft einiges fehlen, zum Beispiel der Altar in der Pfarrkirche, aber auch Liebe, Freundlichkeit und Fürsorge der Vilsbiburger. „Mir werden auch die angestellten und die ehrenamtlichen Mitarbeiter in der Pfarreiengemeinschaft sehr fehlen, ebenso wie die lächelnden Gesichter und ermutigenden Worte“, fuhr Pater Robin in seiner rückblickenden Aufzählung fort. Auch die Ministranten und ihre Freundlichkeit und ihr Engagement werde er vermissen, ebenso den Fasching in Vilsbiburg, bekannte Pater Robin.

Gespannt auf neue Pfarrei

Gleichzeitig gebe es für ihn viele positive Aspekte beim Blick in die Zukunft, meinte der Geistliche: „Ich freue mich, dass ich in meinem priesterlichen Dienst in der Kirche aufsteigen darf und schaue gern voraus auf den zukünftigen Seelsorgedienst in der Pfarreiengemeinschaft Vilseck, Schlicht und Sorghof in der Oberpfalz.“ Pater Robin meinte noch, dass er sich auf jeden Fall freuen würde, wenn er wieder einmal nach Vilsbiburg kommen und hier ein Gast sein dürfe. „Vilsbiburg und das Leben hier mit und unter euch kann ich nie in meinem Leben vergessen. Ich werde euch immer dankbar bleiben“, meinte der Pater.

Aus Vilsbiburg nehme er viele besondere Momente und Erinnerungen mit, meinte Pater Robin. Jede heilige Messe, besonderes die Sonntagsmesse, sei für ihn sehr besonders gewesen. „Jedesmal wenn jemand sagte, dass ich gut gepredigt habe oder dass ich jemanden mit meinen Worte getröstet oder ein Herz berührt habe, waren das sehr besondere Momente für mich.“ Die Hilfsaktion während der Flutkatastrophe in meinem Heimatland Indien 2018 habe er in besonderer Erinnerung. „Auch dass ich zweimal mit den Vilsbiburgern nach Indien reisen durfte, war etwas besonderes. Sie alle haben mir geholfen, hier gut anzukommen und mich zu Hause zu fühlen. Ich habe Glück gehabt, in Vilsbiburg sein zu dürfen.“

„Danke, Lebewohl und Auf Wiedersehen – mit Gott an meiner Seite“ waren schließlich die Abschiedsworte von Pater Robin, der sichtlich gerührt war über die Worte und Geschenke zum Abschied. Er bedankte sich und erklärte, dass er von der ersten Minute an gut aufgenommen worden sei und eine wundervolle Ausbildung bekommen habe, die seine weitere berufliche Laufbahn prägen werde. Mit dem Lied „Und bis wir uns wiedersehen“ verabschiedete sich die Gemeinde schließlich am Ende des Gottesdienste von Pater Robin. Anschließend gab es einen Sektempfang unter den Arkaden. Noch lange standen die Gäste dabei gemütlich beisammen und viele nutzten die Gelegenheit, sich noch persönlich von Pater Robin zu verabschieden.

Der Nachfolger von Pater Robin in der Pfarreiengemeinschaft ist Pfarrvikar Prosper Ngulu-Ngulu aus der Demokratischen Republik Kongo. Er tritt zum 1. September seinen Dienst an.   

 

Irmgard Sattler