An Gottes Segen ist alles gelegen

 

 

Wie sich dieser Ausspruch bewahrheitet, ist gerade in heutiger Zeit aktueller denn je. Für einen Primizsegen läuft man sich ein paar Schuhsohlen durch“, so war die allgemeine Einstellung der Leute, die den besonderen Segen eines Neupriesters zu schätzen wussten. Dies war auch vor einigen Tagen der Fall, als der Neupriester Ramon  Rodrigues, auf Einladung von Stadtpfarrer Peter König zusammen mit zahlreichen Pfarrangehörigen den Gottesdienst feierte. Der Neupriester wurde, zusammen mit 7 weiteren am 19. Juni von Bischof Rudolf Voderholzer geweiht. Geboren 1994 in Amberg, aufgewachsen in Hirschau, machte 2013 sein Abitur in Fockenfeld, also 34 Jahre später als Stadtpfarrer Peter König, und studierte Theologie in Trier, Eintritt ins Priesterseminar Regensburg, beginnt seinen Dienst ab September in Tirschenreuth. Auf seine Berufung zum Priestertum angesprochen, erzählte er, dass sein Heimatpfarrer seine Neugierde geweckt hätte und er erfahren wollte, was die Kirche leistet und welche Aufgaben und welche Stellung ein Priester einzunehmen habe. Sein Primizspruch lautet deshalb „Ich möchte alle Menschen bei ihrer Suche nach Gott unterstützen“. Am Ende des Gottesdienstes  spendete der Neupriester zunächst den Allgemein-  und dann Einzelsegen. Der Primizsegen ist eine Form des priesterlichen Segens und wird von Neupriestern gespendet. Er ist das erste Geschenk Gottes an die versammelte Gemeinde. Jeder  Gläubige darf für sich und für andere den Segen Gottes erbitten. Mit diesem Segen ist auch der Generalablass verbunden. Voraussetzung dafür sind Empfang der Beichte und Kommunion und ein Gebet nach Meinung des Hl. Vaters. Stadtpfarrer Peter König war der Erste, über den der Neupriester seine Hände hielt. Dies unter den vorgeschriebenen Hygieneauflagen, und die Segensformel sprach. Viele Gottesdienstbesucher folgten diesem Beispiel und ließen sich auch vom Primizianten segnen. Nach dem  Gottesdienst trafen sich Stadtpfarrer Peter König und Pfarrvikar Prosper mit dem Neupriester zu einem gemeinsamen Frühstück.  Danach zeigte der Geistliche den Primizianten die drei Pfarreien. Dieser staunte über die große Zahl der Kirchen in der Pfarreiengemeinschaft  Vilsbiburg, Gaindorf und Seyboldsdorf. Tief beeindruckt  war er auch von der Renovierung  der Nikolauskirche und der Pfarrkirche in Seyboldsdorf.  Bei der Verabschiedung bedankte sich der Primiziant auch bei den Gottesdienstbesuchern, die  ihm ein gewisses Wohlwollen entgegen brachten. 

 

Monika Kaspar