Eucharistie – Begegnung mit dem auferstandenen Herrn.

           

 

  

Das Osterevangelium berichtet von einem Grab. Diese Stätte wurde zum Wallfahrtsort und ist es bis heute geblieben. Der Gekreuzigte ist hier in aller Hast beigesetzt worden, er konnte sich diesen Ort nicht selbst als Grablege aussuchen. Maria von Magdala  und die anderen Frauen eilten zum Grab um den Toten zu salben. Sie kamen nicht als Wallfahrerinnen zum Grab, sondern zum zu klagen. Ihr Besuch galt dem Toten. Das Dunkel ist für den Evangelisten Lukas Symbol der inneren Finsternis. Von Trauer und Hoffnungslosigkeit, Enttäuschung angesichts des offenen Grabes wird berichtet. Doch der tote Rabbi aus Nazareth wurde weder geraubt noch beiseite geschafft. Er ist auferstanden. Er ist hinübergegangen in eine neue Wirklichkeit. Im Osterlicht beginnen die Jünger zu begreifen, wer der war, dem sie oft verständnislos zugehört hatten. Erst im Licht von Ostern können sie ihn und seine Worte und Taten in ihrer Größe begreifen. Das Osterevangelium beginnt mit den Worten: am ersten Tag der Woche. Das ist der Tag nach dem jüdischen Sabbat, unser Sonntag, den die frühe Christenheit und bis heute die romanische Sprache den Herrentag nennen. Dieser erste Tag der Woche wurde zum christlichen Festtag, zum bleibenden Gedächtnis des Auferstandenen, an dem sich die Gemeinde der Glaubenden zur Feier der Eucharistie versammelt. Wir wissen, dass der Gekreuzigte lebt und in dieser Feier geheimnisvoll in unserer Mitte ist. In der Eucharistie.

 

Pfr. König

 

 

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Karwoche und Ostern

 

 

Vilsbiburg. Zu Beginn der wichtigsten Woche im Kirchenjahr fanden sich am Palmsonntag viele Pfarreiangehörige auf dem Arkadenplatz ein. Pfarrer Peter König segnete die mitgebrachten Palmbüscherl als Zeichen des Lebens und des Sieges, mit denen Christus als Erlöser gehuldigt wird.

An Palmsonntag, den sechsten und letzten Sonntag der Fastenzeit, wird gefeiert, dass Jesus für die Menschen am Kreuz gestorben ist. „Daran sollten sich die Menschen immer erinnern“, sagte Pfarrer König. Nach der Weihe erfolgte der Einzug in die Pfarrkirche. Zusammen zogen die Gläubigen angeführt von den Ministranten mit dem Kreuz, begleitet von festlichem Orgelspiel von der Organistin Martina Strobl in die Kirche ein, um den Einzug Jesu in die Stadt Jerusalem zu symbolisieren und zu zeigen, dass Jesus wichtig ist. Der Gottesdienst um 9 Uhr wurde vom Kirchenchor feierlich gestaltet.

Um 11 Uhr zogen die Erstkommunikanten mit ihren Tischmüttern und Stadtpfarrer Peter König mit ihren selbst gebastelten Palmsträußchen nach der Palmweihe auf dem Arkadenplatz in die Kirche ein. Die liturgische Feier gestalteten der Kinder- und Jugendchor sowie eine Instrumentalgruppe mit dem Chorsatz „Jesus soll unser König sein“ und neuen geistlichen Liedern. Zur Freude der Kinder war ein echter Esel dabei. Im Familien-Gottesdienst wurde die Passionsgeschichte und Fürbitten von den Kommunionkindern vorgetragen. Der Seelsorger lud am Schluss der Gottesdienste die Pfarrgemeinde zur intensiven Mitfeier der Kartage und der Ostergottesdienste ein.

 

Der Palmesel

Jahrhundertelang gehörte der Palmesel zum Palmsonntag. Der Einzug Jesu sollte möglichst getreu nachgespielt werden. Deshalb musste der Zelebrant oder eine wichtige Persönlichkeit des Ortes die Rolle des einziehenden Königs übernehmen. Dieser musste auf einem echten Esel reiten und wurde von der ganzen Gemeinde begleitet.

Im Anschluss an die Gottesdienste nehmen die Gläubigen die Palmbuscherl mit nach Hause und stecken sie als segenbringendes Zeichen hinter die im Haus befindliche Kreuze oder Weihwasserkessel.

Brauchtum des Gründonnerstags

Der Gründonnerstag eröffnet die Feier der „heiligen drei Tage vom Leiden, Sterben und der Auferstehung Jesu“ Im Gloria erklingt noch einmal festliches Glockengeläute und Orgelmusik, anschließend verstummen Glocken und Orgel bis zum Gloria der Osternacht. An ihrer Stelle rufen die Holzratschen der Ministranten vom Turm der Stadtpfarrkirche die Gläubigen zu den Gottesdiensten. Stadtpfarrer Peter König wird die Tradition der Fußwaschung an Mitgliedern der Pfarrgemeinde fortsetzen. Die Gottesdienstbesucher sind auch eingeladen Brot und Wein zu kommunizieren. Am Ende der Liturgie wird das Allerheiligste an einen festlich geschmückten Nebenaltar getragen, dort kann es in stiller Anbetung bis 22 Uhr verehrt werden.

Nach der Gründonnerstagsliturgie findet im Pfarrheim eine Agapefeier statt, die von den Ministranten der Pfarrei Vilsbiburg organisiert wird. Willkommen sind alle Pfarrangehörigen und besonders auch die Firmlinge.

Gottesdienste sind am Gründonnerstag um 18 Uhr Gottesdienst Krankenhauskapelle, 19 Uhr Abendmahlfeier Bergkirche, 19.30 Uhr Abendmahlfeier Gaindorf, 19.30 Uhr Abendmahlfeier Seyboldsdorf 19.30 Uhr Abendmahlfeier mit Fußwaschung, es singt der Kirchenchor, anschließend ist eine Agapefeier im Pfarrheim Vilsbiburg. Vor allem die Firmlinge sind willkommen; Stille Anbetung bis 22 Uhr.

Der Karfreitag beginnt 9 Uhr mit einem Kreuzweg in der Pfarrkirche, 9 Uhr Kreuzweg in der Bergkirche, 10 Uhr Kinderkreuzweg im Pfarrheim, Blumen können mitgebracht werden, 11 Uhr Kreuzweg Altenheim, 14.30 Uhr Jugendkreuzweg Gaindorf, 15 Uhr Karfreitagsliturgie, der Kirchenchor singt in der Pfarrkirche, Blumen können mitgebracht werden; stille Anbetung bis 20 Uhr, 15 Uhr Karfreitagsliturgie Gaindorf, 15 Uhr Karfreitagsliturgie Seyboldsdorf, 15 Uhr Karfreitagsliturgie in der Bergkirche, Blumen erwünscht; stille Anbetung am Josefsaltar. Am Karsamstag ist Grabesruhe.

Karsamstag: 14 bis 17 Uhr stille Anbetung am Grab in der Pfarrkirche, 16 Uhr Feier der Osternacht im Altenheim, 19.30 Uhr Feuerweihe Feier der Osternacht mit Speisenweihe in Gaindorf, 20.30 Uhr Feuerweihe, Feier der Osternacht mit Speisenweihe in Seyboldsdorf, 21 Uhr Feier der Osternacht mit Speisenweihe in der Bergkirche.


Irmgard Sattler