Arbeitskreis-MEF unterstützt Kinder und Jugendliche

Insgesamt konnten 15.000 Euro verteilt werden

 

 

 

Wenn sich die Vertreter der einzelnen MEF-Gruppen zur jährlichen Hauptversammlung treffen, geht es in erster Linie um viel Geld. Neben regelmäßigen Spenden haben vor allem Aktionen wie der Arkadenmarkt während der Adventszeit, mit 2.849 Euro das Konto bereichert und als Erlös aus dem Strickwaren- und Fastensuppeverkauf konnten 1.590 Euro verbucht werden. Dazu kommt noch die Großspende der Kirchenverwaltung von  5.000 Euro, so dass alles in allem 15.000 Euro zur Verfügung, die von den MEF-Mitarbeitern wie folgt verteilt wurden:

 

Der Verein "Solidarität mit der Einen-Welt e.V." erhielt den mittlerweile auf 1000 Euro aufgestockten Fördermitgliedsbeitrag und die Schulprojekte, die Dr. Emanuel Sawadogo in der Diözese Kaya betreut, werden ebenfalls mit 1.000 Euro unterstützt. 2000 Euro gehen auch dieses Jahr wieder nach Südamerika, genauer nach Bolivien und Chile wo sie für Schwester Karoline Mayer und ihre Stiftung Fundación Cristo Vive eine willkommene Hilfe bedeuten. Dank regelmäßiger Zuwendungen, unter anderem aus Vilsbibiburg, kann die Stiftung seit ihrem Bestehen viel gutes tun. Im Focus steht dabei vor allem die Berufs- und Schulbildung für Kinder und Jugendliche. Denn nur mit entsprechenden handwerklichen und geistigen Kenntnissen steht jungen Menschen auch aus ärmeren Bevölkerungsschichten der Weg in eine bessere Zukunft offen. Eine ähnliche Zielsetzung haben auch die Schulprojekte in Tansania, die von der Benediktinerkongregation Sankt Ottilien gefördert werden. Der Arbeitskreis MEF hat 1000 Euro der "Abbey Primary School" zugedacht.

 

Die noch verbleibenden 10.000 Euro wurden auf Missio-Projekte verteilt; auch wieder mit dem Schwerpunkt, Hilfe für Kinder und Jugendliche. Mit 4000 Euro geht der größte Batzen nach Syrien. "Das einstmals gut funktionierende Bildungssystem in Syrien ist komplett zusammengebrochen. Mehr als zwei Millionen Kinder und Jugendliche können momentan nicht zur Schule gehen. Es fehlt an allem! An sicheren und geeigneten Lehrräumen, Lehrmitteln, Lehrern, sowie einer adäquaten Wasserversorgung, sanitären Anlagen und vielem mehr. Wenn vor Ort keine Möglichkeiten bereitgestellt werden, die junge Generation zu fördern und anzuleiten wird es mit Syrien immer weiter bergab gehen". Seit 2012 kümmern sich Schwesterngemeinschaften, die Maronitische Erzdiözese und diverse andere Organe der Ortskirche in Damaskus, Homs und Aleppo darum, dass ein Schulbetrieb für die Kinder eingerichtet wird. Missio versucht mit Hilfe seiner Unterstützer und Förderer einen Betrag von 50.000 Euro zur Verfügung zu stellen: denn für die traumatisierten Kinder bedeutet jeder Schultag ein Stück Stabilität, er schenkt ihnen Sicherheit und Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

 

Ebenfalls um die Rechte und den Schutz von Kindern geht bei einem Projekt in Mali. Mali ist eines der ärmsten Länder der Welt. Über die instabile innerpolitische Lage und die damit einhergehende Fluchtwelle wird fast täglich in den Medien berichtet. Kinderrechte gibt es in dem Land schon lange nicht mehr. Den Rebellen wird von Menschenrechtsorganisationen sogar vorgeworfen, dass sie Kindersoldaten rekrutieren. In dem vorliegenden Missio-Projekt geht es um den Schutz und die Wahrung der Rechte von Kindern. Vor allem Mädchen sind in Mali stark gefährdet. Sie werden zur Prostitution - auch mit Touristen - gezwungen und sie werden Opfer von Kinderhandel, ebenfalls mit dem Ziel sexuelle "Wünsche" zu erfüllen. In entsprechenden Heimen werden die Kinder untergebracht, mit Nahrung und Kleidung versorgt und ärztlich und psychologisch betreut. Der Vilsbiburger MEF-Arbeitskreis steuert 3000 Euro bei.

 

Burkina Faso darf in der Reihe der Projektföderungen natürlich auch 2016 nicht fehlen. Die noch verbleibenden 3000 Euro gehen in die Diözese Bobo-Dioulasso. Dort kümmern sich die Schwestern vom Guten Hirten um Mädchen und Frauen in schwierigen Lebenssituationen. Meistens handelt es sich um Opfer von Prostitution und häuslicher Gewalt, aber auch um unverheiratete schwangere Mädchen, die von der Familie verstoßen werden  und um junge Frauen die vor einer Zwangsverheiratung fliehen. Jedes Jahr wollen die Schwestern rund zwanzig Mädchen aufnehmen, psychisch und schulisch betreuen und in handwerkliche Tätigkeiten, wie Kochen, Nähen, Weben, Stoffe färben und Gemüse einmachen einführen.

 

Zusätzlich zu dem MEF-Geldern konnten noch 4.065 Euro aus Mess-Stipendien verteilt werden. 1.500 Euro bekommt Bischof Thomas Kabore und 1000 Euro Dr. Emanuel Sawadogo. Die Weißen Väter freuen sich über 500 Euro und der Rest von 1.065 Euro geht dieses Jahr nach Nigeria, in die Diözese Nnewi, die Heimatdiözese von Pfarrvikar Hilary Moutoe.

 

Evelyne Betz