Frauenbund verkauft Palmsträußchen und Osterkerzen

Unterstützung für die Partnerpfarrei in Burkina Faso

 

 

Vilsbiburg. Am kommenden Sonntag bieten Frauenbundmitglieder bei allen Gottesdiensten in den beiden Kirchen und zusätzlich im Klösterl und im Altenheim selbstgefertigte Palmbuschen, Buchskränze, Osterkerzen und Weihtücher zum Kauf an. Der komplette Erlös wird einmal mehr - wie seit Beginn der Aktion im Jahre 1982 - zur Unterstützung von Frauen und Kindern in benachteiligten Ländern verwendet.

 

Das Hauptaugenmerk richtete sich in den letzten Jahren auf verschiedene Missio-Projekte, die es sich zum Ziel gesetzt hatten, Frauen und Kindern zu besseren Lebensbedingungen zu verhelfen. 2018 gingen 750 Euro nach Bobo-Dioulasso. In der zweitgrößten Stadt Burkina Fasos betreuen „Schwestern vom Guten Hirten“ ein Haus der Hoffnung für weibliche Opfer von Ausbeutung und Zwangsverheiratung. Weitere 750 Euro wurden für das Projekt „Frieden fördern“ verwendet. Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst unterhält in den Zeltsiedlungen in Nahrya, Al Telyani und Mikseh nahe der Grenze zu Syrien drei Schulen in denen Flüchtlingskinder grundlegende Fähigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen erlernen dürfen.

 

Dieses Jahr haben sich die Verantwortlichen vom Frauenbund dazu entschlossen , einen Großteil des Geldes an Dr. Emanuel Sawadogo zu spenden. Als einfacher Pater Emanuel ist er sicher noch vielen Pfarrangehörigen in guter Erinnerung, jetzt hat Emanuel einen Doktortitel und ist für das kirchliche Schulsystem der gesamten Diözese Kaya verantwortlich. Stadtpfarrer Peter König traf vergangenen Sommer im Rahmen seiner Afrikareise unter anderem mit Pater Emanuel zusammen. Pfarrer König ließ sich ganz von den Zukunftsvisionen Emanuels einnehmen und stellte nach seiner Rückkehr in Vilsbiburg die Pläne des Afrikaners vor. Für Doktor Sawadogo ist es ein Herzenswunsch, dass alle Kinder in seiner Diözese eine Schule besuchen können, unabhängig von der finanziellen Situation im Elternhaus. Das bedeutet, dass die Diözese als Träger der jeweiligen Schule, auch das erforderliche Unterrichtsmaterial zur Verfügung stellen muss. Unterricht findet meistens den ganzen Tag über statt und die Schulwege können bis zu zehn Kilometer lang sein. Von zu Hause bekommen die Kinder kein „Brotzeitpaket“ mit, deshalb wäre es ein Wunschtraum von Pater Emanuel, für jedes Kind eine ausreichende Mahlzeit pro Tag anbieten zu können. Das würde umgerechnet gerade mal einen Euro kosten - aber es geht um viele Kinder und um viele Tage pro Jahr. Die Palmkätzchengruppe vom Frauenbund übergibt von dem zu erwartenden Verkaufserlös vorab 1.500 Euro symbolisch an Stadtpfarrer Peter König und Martha Berger. Beide werden dafür sorgen, dass das Geld schnellstens bei Doktor Emanuel Sawadogo in der Partnerdiözese Kaya ankommt. Weitere 500 Euro sind ebenfalls schon fest eingeplant, die bekommt Pater Robin Xavier. Mit diesem Geld will er die Priesterweihe von zwei Ordensbrüdern in seinem Heimatdorf Pooyamkutti unterstützen.

 

 

 

Vorausgesetzt dass die Pfarrangehörigen genauso fleißig wie in den vergangenen Jahren österliche Handarbeiten, Osterkerzen und Palmbuschen einkaufen wird der hoffentlich reichliche restliche Erlös zwischen der Frauenbundeigenen Soli-Brot-Aktion und der Noma-Hilfe aufgeteilt.

 

Evelyne Betz