Hubertusmesse in "St. Johannes" Seyboldsdorf

 

 

Die Sonntagvorabendmesse gestaltete der Landesjagdverband Bayern e.V., Kreisgruppe Vilsbiburg, Vorstand Hans Brenninger mit vier Jagdhornbläser unter der Leitung von Hans Töpperwien. In der Statio begrüßte Stadtpfarrer Peter König die Gläubigen aus nah und fern sehr herzlich. Die Jagdhornbläser haben uns bereits eingestimmt - heute am Gedenktag des hl. Hubertus, dem Tag der Jäger und ihrer Gehilfen. Über Herkunft und Werdegang Hubertus wissen wir nichts. Sicher ist, dass er um 705 Bischof von Maastricht wurde und später seinen Bischofssitz nach Lüttich verlegte. Er starb am 30. Mai 727 in der Nähe von Brüssel. Die bekannte Hubertuslegende stammt erst aus dem 11. Jahrhundert. Nch ihr begegnete Hubert bei der kirchlich verboten Jagd am Karfreitag  in den Wäldern der Ardennen einem Hirsch, der ein Kreuz zwischen den Geweihstangen trug. Die Kreisgruppe Vilsbiburg baute vor dem Zelebrationsaltar so ein Hirschgeweih mit Kreuz auf. Der unfromme Jäger wurde durch diese Erscheinung so getroffen, dass er vor dem Kreuz auf die Knie fiel und von diesem Augenblick an seinen ganzen Lebensstil radikal änderte. Hubert steht für einen durchschnittlichen, religiösen Menschen, der die normalen "religiösen Pflichten" erfüllte und sich nichts Ernsthaftes zuschulden kommen lässt, der in religiösen Dingen eher oberflächlich und nicht sonderlich interessiert ist. Doch plötzlich erkennt er: Gott hat uns durch Jesus Christus am Kreuz erlöst. Er begreift, dass die Kreuze in unseren Wohnungen und Kirchen unübersehbar daran erinnern, dass Leid und Not zum menschlichen Leben gehören. Mögen uns heute die Klänge der Hörner wachrufen - wie Hubertus unser Leben auf Christus hin zu richten. Die Trompes de la Prairie erfüllten die Pfarrkirche in Seyboldsdorf mit besonderem Klang. Zur Freude des Pfarrers wurde noch ein extra Stück geblasen.

 

Pfarrer Peter König