Vorgezogene Christmette in Gaindorf

 

 

Wegen der Ausgagssperre von 21.00 - 5.00 Uhr feierten die Gläubigen in der Pfarrei "Peter und Paul" Gaindorf bereits um 19.00 Uhr die Christmette. Die Kirche im halbdunkel, der geschmückte Christbaum und vor dem Altar die Wurzel, die bereits während der Adventszeit anstelle des Adventskranzes stand. Stadtpfarrer Peter König, zuständig für die Pfarreiengemeinschaft Vilsbiburg, Gaindorf und Seyboldsdorf, begrüßte die Gläubigen und sagte: "Ostern feierte ich mit Mesner, Lektorin, Organistin und Kirchenpfleger, der den Gottesdiesnt per Video in die Wohnung übertrug in der Pfarrkirche Vilsbiburg. Die Bänke waren leer. Heute sind wenigstens einige Gläubige da, mit Mund-Nasenschutz und vorgeschriebenen Abstand und unter Einhaltung der Hygienevorschriften. Im Evangelium hörten wir, die Hirten hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Wenn wir Nacht hören, da denken wir an Dunkelheit, vielleicht auch an Angst. Angst haben viele Menschen in unserer Zeit wegen der Coronapandemie, Angst vor der Krankheit, Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, Angst, wie es in der Schule weitergeht, Angst vor dem Alleinsein, Ängste haben viele Gesichter in unserer Zeit. Nach dem Evangelium trug der Priester das Jesuskind feierlich in die Pfarrkirche und legte es direkt auf den Wurzelstamm. Jesus springt uns gleichsam entgegen. Gott wird Mensch, er weiß um Freud und Leid, er lässt uns auch heute nicht allein. Die lukanische Weihnachtserzählung endet nicht mit dem Rückkehr der Engel in den Himmel. Die himmlische Bewegung steckt an. Die Hirten brechen nach Betlehem auf und verkünden beim Kind uns seinen Eltern die Botschaft der Engel; dann erst kehren sie in ihren Alltag zurück. Die Frohe Botschaft bracht Füße, so hatte Stadtpfarrer Peter König eine Weihnachtskugel dabei, innen ein Engel. Auch wir dürfen, wie die Engel, die Frohe Botschaft weitertragen, verkünden.

 

Pfarrer Peter König