Gaindorf: Frieden sichert unsere Zukunft

Krieger- und Soldatenkameradschaft gedachte am Pfingstmontag der Opfer der beiden Weltkriege und ehrte verdiente Mitglieder

 

Nach dem von Pfarrer König angeführten Kirchenzug und dem anschließend von ihm zelebrierten Festgottesdienst, den die Blasmusik unter Leitung von Bernhard Weindl feierlich umrahmte, fanden sich die Pfarrgemeinde und die Fahnenabordnungen am Kriegerdenkmal ein, um der Opfer der beiden Weltkriege zu gedenken. Hierzu konnte der Vorsitzende Andreas Holzner Pfarrer König, die Fahnenabordnungen der Krieger- und Soldatenkameradschaften aus Bonbruck, Holzhausen und Seyboldsdorf sowie der Ortsvereine aus Gaindorf und Haarbach begrüßen. In seiner Ansprache zitierte er den russischen Schriftsteller Daniil Alexandrowitsch Granin, der von 1941 bis 1944 im damaligen Leningrad alle Schrecken des Krieges hautnah erlebte und der trotzdem in den Nachkriegsjahren seinen Hass auf die Deutschen überwinden und über Verständnis zur Freundschaft gelangen konnte. Granin ist zutiefst überzeugt, dass die Verständigung unter den Völkern, die wir aufbauen und ausbauen, uns die Möglichkeit geben wird, in dem zukünftigen vereinigten Europa ein Beispiel für alle anderen Völker zu sein. Unsere Freundschaft und Kameradschaft bestehe auch in dem Gefühl der gegenseitigen Verantwortung für den Frieden, für die Welt, die wir aufbauen wollen.

„Alles Wissen ist Erinnerung!“ wie der englischer Philosoph Thomas Hobbes sagt. Darum sei es Aufgabe der Krieger- und Soldatenkameradschaften, künftigen Generationen die schrecklichen Folgen von Krieg und Gewaltherrschaft zu vermitteln und bewusst zu machen, dass ihre Existenz vom Frieden abhängt. Danach sprach Pfarrer König ein Gebet für die Opfer von Kriegen, Vertreibung und Gewaltherrschaft. Außerdem empfahl er sie der Fürbitte der Seligen Jungfrau Maria, deren Gedenktag als Mutter der Kirche ja am Pfingstmontag begangen wird und die auch das Kriegerdenkmal der KSK Gaindorf ziert.