Erntedank im Outdoor-Modus

 

 

Nachdem es, bedingt durch Corona, 7 Wochen lang nicht möglich war in der Filialkirche Engelberg Gottesdienst zu feiern, gingen die Verantwortlichen einen ungewöhnlichen Weg. Man einigte sich, zum Erntedankfest einen Gottesdienst im Freien zu feiern. Viele fleißige Hände halfen beim Herrichten des Erntedankaltars und der Sitzgelegenheiten für die Gläubigen. Unter Einhaltung der vorgegebenen Schutzmaßnahmen zelebrierte Stadtpfarrer Peter König den Gottesdienst. In seiner Predigt nahm der Geistliche zunächst Bezug auf  Franz von Assisi, dessen Gedenktag man am 4. Oktober begeht. Er stellte Franz als denjenigen heraus, der im Gegensatz zu der damaligen feindseligen Haltung von Papst und Klerus gegenüber dem Islam, den Dialog zu den Muslimen  suchte und  ihnen mit  Respekt und Toleranz begegnete. Im zweiten Teil seiner Predigt stellte der Geistliche das Erntedankfest und seine Bedeutung in den Vordergrund. Für einige Leute sei der Sinn dieses Festes nicht mehr einsichtig, meint Stadtpfarrer Peter König. Für was sollen wir dankbar sein? Für die  Errungenschaften der Technik oder für den Segen der Ernte? Dies sind Fragen , die Menschen beschäftigen. Gerade in der heutigen schweren Zeit gibt es genug zum Nachdenken und zum danken. Er rief den Beginn der Epidemie in Erinnerung, wo Menschen, die ihre Häuser nicht verlassen durften, mit lautem Applaus sich bei allen Helfern bedankten. Mit der Aufforderung ähnlich wie diese Menschen zu handeln, Gott für die Gesundheit, die Menschen in den Pflegeberufen, aber auch für ein gutes Wort oder geschriebene Zeilen zu danken, beendete der Geistliche seine Predigt. Zum Ende des Gottesdienstes wies Kirchenpfleger Richard Feldmeier auf die gelungene Sanierung des Kirchturmes hin und bedankte sich bei Stadtpfarrer Peter König für den Gottesdienst.

 

Monika Kaspar