Ehejubiläum in Maria Himmelfahrt Vilsbiburg

 

 

200 Ehepaare wurden angeschrieben und 42 folgten der Einladung zum gemeinsamen Dankgottesdienst in der Pfarrkirche "Maria Himmelfahrt" Vilsbiburg. Der Altar war mit Früchten der Erde zum Erntedankgottesdienst wunderbar geschmückt. Von den vielen Gaben griff Stadtpfarrer Peter König nur einige heraus und meinte: Liebe Jubelpaare, vor zig Jahren standen sie voller Freude am Traualtar, haben sich die Treue versprochen in guten und in bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit. Heute am Erntedank bekenne sich sich erneut zu dieser Treue und sagen Gott dank. Ihr Bekenntnis möge vielen Jugendlichen zum Denken anregen- Ihnen allen Gottes reichsten Segen. Vom Erntedankkorb griff der Vilsbiburger Pfarrer folgende Gaben heraus: Einen Laib Brot. Liebe Jubelpaare in den zig Jahren brauchten Sie und ihre Kinder nie zu hungern. Das ist in unsere Welt nicht selbstverständlich. Wir danken also dem Himmel, der das Getreide wachsen ließ, und allen, die das Brot auf den Tisch möglich machten, sowie Ihrer Arbeitskraft, die es verdiente. Die Weintraube mag daran erinnern, das es nicht nur Arbeit geben durfte, sondern auch Feste gefeiert wurden, andernfalls wäre der gemeinsame Weg zu mühselig gewesen. Die vielen Trauben, die sich in den Wein geben, erzählen uns, dass Gemeinschaft in Eintracht und Frieden möglich ist, wenn alle bereit sind, sich einzubringen. Ein Glas Honig, damit wies der Priester hin auf Süßes. Zunächst dürfen wir über die Schöpfung staunen, denn eine einzige Biene muss dreimal um den Erdball fliegen, um so ein Glas zu füllen. Süße, d. h. freundliche Worte machen das Leben leichter. Dann griff der Pfarrer nach einer Zitrone. Was wäre das Leben ohne Saures? der gekochte Fisch, der Salat, der Tee, das Schnitzel. Das Saure gibt dem Leben Pfiff. Immer nur Süßes ist ungesund. Wenn eine Ehe nicht Höhen und Tiefen erlebt, steht sie in Gefahr, langweilig zu werden. Die große Nuss erinnert  daran, dass Ihnen liebe Jubelpaare auch einige Nüsse zum Knacken gab. Die größte Nuss, die Gott uns zum Knacken gibt, ist der Tod. Wir feiern als Christen in jeder heiligen Messe, dass Jesus Christus die harte Schale des Todes aufgebrochen hat. Als letztes zeigte der Pfarrer von Vilsbiburg eine Zwiebel. Eine Zwiebel hat sieben Häute und erinnert daran, dass auch wir beim Lösen mancher Probleme Tränen in die Augen bekommen. Aber Tränen haben eine wunderbare Eigenschaft: Sie reinigen die Augen, waschen den Staub von der Seele und signalisieren dem Partner: Halt, bitte nicht weiter, wenn du mich nicht verletzten, vielleicht sogar nicht verlieren willst. Darum danken wir auch für die Gabe der Tränen. Nach dem allgemeinen Segen für alle Jubelpaare und den Fürbitten traten die Paare einzeln zum persönlichen Segen vor den Priester.

Sehr ergriffen war das Jubelpaar, das für 70 gemeinsame Jahre dankte und der Pfarrer zum Applaus aufrief. Unter den Jubelpaaren waren zwei, die 60 Jahre verheiratet sind und 5 Ehepaare, die ihre goldene Hochzeit feierten. Nach dem Festgottesdienst versammelten sich alle Jubelpaare im Pfarrheim zu einem Stehempfang und Stadtpfarrer Peter König überreichte jeweils eine rote Rose und eine Urkunde an das jeweilige Jubelpaar. Viele bedankten sich für das schöne, gemeinsame Fest am Erntedankfest.


Pfarrer Peter König