Chor- und Orchesterkonzert mit Händel und Vivaldi

 

 

Vilsbiburg. Ein schönes Kirchenkonzert erlebten die Besucher am Sonntag in der Stadtpfarrkirche. Der um Projektsänger erweiterte Kirchenchor und ein Orchester mit Berufsmusikern aus den Landkreisen Landshut, München, Mühldorf und Altötting mit Konzertmeisterin Beatrix Bene brachte das berühmte „Gloria“ von Antonio Vivaldi und Chöre aus Händels „Messias“ zu Gehör. Die Gesamtleitung lag bei Martina Strobl.

Es sei immer ein besonderer Moment, wenn in der Kirche ein Konzert zu hören sei, „und für mich ist es besonders schön, wenn der eigene Kirchenchor dieses Konzert bestreitet“, sagte Pater Robin Xavier bei der Begrüßung.

Pater Robin hatte nicht zu viel versprochen. Der gemischte Chor, der seit Anfang November sehr intensiv für dieses Konzert geprobt hat, füllte den dunklen Kirchenraum mit seinen Stimmen. Das Gloria ist dabei der besondere weihnachtliche Hymnus, den die Engel den Hirten auf dem Feld verkünden. Aus diesem Grund deshalb darf in der Adventszeit das Gloria in der Liturgie nicht gesungen werden, sondern erst wieder an Weihnachten.

Vivaldis virtuoses Werk aus dem venezianischen Hochbarock, das er als Lehrer an der Pietà (der Mädchenschule eines Frauenklosters) geschrieben hat, zeigt in seinen zwölf Teilen eine große musikalische Vielfalt, die zwischen festlichen, erhabenen Sätzen und filigranen, durchsichtig instrumentierten Solopassagen variiert, die von Katharina Wittmann (lyrischer Sopran) und Ute Feuerecker (Alt) in festlicher Stimmung vorgetragen wurden. Im zweiten Teil des Konzerts waren die adventlich-/weihnachtlichen Teile aus dem „Messias“-Oratorium von Georg Friedrich Händel zu hören. Nach dem einleitenden Instrumentalsatz folgten verschiedene Chöre, Arien und Rezitative, welche die Prophezeiung des Heils und die Geburt Christi zum Inhalt haben. Am Ende gab es viel Applaus.