Bittgang nach Oberenglberg

 

 

Die drei Tage vor Christi Himmelfahrt ist die Bitttage. Am Montag versammelte sich eine kleine Herde am Färberanger um 18.00 Uhr und pünktlich zum Abmarsch setzte der Regen ein. Mit Schirm und Rosenkranz ging es betend und singend der Buja Allee entlang, vorbei am Freibad, Achldorf in die Filialkirche "St. Ulrich und Magaretha" in Oberenglberg. Pfarrer Peter König zeigte auf das Messgewand und fragte welche Farbe hat das Messgewand? Violett. Wann trägt der Priester ein violettes Messgewand? Im Advent und in der Fastenzeit, doch warum heute? Violett ist auch die Farbe an den Bitttagen. Für was haben wir zu bitten? Wenn man Kinder fragt, die haben keine Sorgen, keine Nöte, doch wir Erwachsene, wir haben Sorgen mit den Kindern, am Arbeitsplatz, vielleicht mit dem Ehepartner, mit dem Nachbarn. Wir sorgen uns um den Frieden in der Welt, deswegen bitten wir heute. So bitten wir heute: Gott, unser Vater, alles Gute kommt allein von dir. Schenke uns deinen Geist, damit wir erkennen, was recht ist und es mit deiner Hilfe auch tun. In den Fürbitten gedachten alle an die Angehörigen, haben um günstiges Wetter und Erntesegen zu dem gebetet, durch den die Welt alle guten Gaben empfängt. Beim Wettersegen breitete Stadtpfarrer Peter König die Hände aus und bat: Er segne die Felder, die Gärten und den Wald und schenke euch die Früchte der Erde. Per Bus ging es zurück zum Ausgangspunkt, in die Pfarrei Maria Himmelfahrt. Am zweiten Bitttag geht es von der Pfarrkirche "St. Peter und Paul" Gaindorf nach Frauenhaarbach, dort ist dann die zweite Bittmesse.


Pfarrer Peter König