Vilsbiburg  erlebt Weltkirche

 

 

Am  vergangenen Wochenende konnten die Gottesdienstbesucher einen kleinen Eindruck bekommen, was Weltkirche bedeutet. Auf Einladung von Stadtpfarrer Peter König war Bischof Vincent aus Indien aus der Diözese Marthandom, zu Gast. Am Samstag  ließ es sich der Gast nicht nehmen, mit den in Altötting angekommenen Fußwallfahrern  im  Kongregationssaal den  Pilgergottesdienst, zu feiern. Stadtpfarrer König begrüßte den Gast herzlich. Auch im Vorabendgottesdienst  und an den beiden Sonntagsgottesdiensten zelebrierte er, zusammen mit den Ortsgeistlichen die Gottesdienste.

In einem Gespräch mit dem Bischof erfuhr man, dass sich der Stadtpfarrer Peter König und Bischof Vincent  seit 2002 kennen, als dieser als Aushilfe in der früheren Pfarrei von Pfarrer König, St. Josef Straubing war. Im Jahr 2010 erfolgte dann die Bischofsweihe. In seiner Diözese gibt es 60 Priester und 55 Studenten leben im Priesterseminar. Von ca. 1,3 Milliarden Einwohnern in Indien sind nur 3 % Christen und 12 % Muslime. Der Bischof selbst legt in seiner Diözese großen Wert auf Schulausbildung, Gesundheitsvorsorge und Sozialhilfe. Hier leistet die Kirche in Indien Enormes und ohne sie gäbe es große Lücken in der Versorgung der Menschen. Auf die Frage hin, welches die größten Probleme in seiner Diözese seien, nannte der Bischof die große Zahl der Witwen, zwischen 30 und 40 Jahre alt, die sich nur noch um die Kinder kümmern und  die nicht mehr heiraten wollen. Die Diözese  feiert im Jahr 2021 ihr 25-jähriges Bestehen. Bischof Vincent ist der 3. Bischof dort.

Durch die Unterstützung verschiedener Hilfsorganisationen ist es möglich, diese Aufgaben zu erfüllen. Mit dem Versprechen nicht das letzte Mal in Vilsbiburg gewesen zu sein, verabschiedete sich der Bischof und bedankte sich bei Stadtpfarrer König für die freundliche Aufnahme.

Monika Kaspar