Besuch von Weihbischof Haßlberger in Gaindorf

 

 

 

Einem  Sprichwort, das besagt, dass der Frömmste nicht in Frieden leben könne, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt“ konnte man am Samstag nicht beipflichten. In Gaindorf erlebte man, wie eine gut nachbarschaftliche Beziehung funktionieren kann. Auf Einladung von Stadtpfarrer Peter König besuchte Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger, der für diese Region verantwortliche Vertreter  der Erzdiözese München-Freising, die Pfarrei Gaindorf. Nach dem feierlichen Einzug in die Kirche begrüßte Stadtpfarrer König den Gast und  erwähnte dabei die Grenzsituation der Pfarrei Vilsbiburg zur Diözese München. Trotz dieses Umstandes ist eine gute Nachbarschaft zwischen den beiden Diözesen möglich. Dies zeigt auch schon, dass der Weihbischof die Einladung, wie er es ausgedrückt hatte, gerne angenommen habe die Diözesangrenze zu überschreiten um somit die Gemeinschaft aller Christen zu demonstrieren. In seiner Predigt ging der Weihbischof auf die Suche der Menschen nach  einem tragenden Lebensfundament  ein. Dabei zeigte er die verschiedenen  Bestrebungen der Menschen auf, ihrem Leben eine sichere Basis zu geben. Doch letzen Endes ist und bleibt es der Glaube und das Vertrauen auf Gott, die dem Menschen Halt und Sicherheit auf dem Lebensweg geben. Er forderte die Gottesdienstbesucher auf, dies in ihrem Leben zu verwirklichen. Nach dem Gottesdienst, der vom Kirchenchor musikalisch gestaltet wurde, begab man sich nach Haarbach, wo dort der gleichnamige Bach mitten durch das Dorf fließt und  die Diözesangrenze markiert. Im Fackelschein der Freiwilligen Feuerwehr trafen sich Weihbischof Haßlberger und Pfarrer König in der Mitte der Fußgängerbrücke und demonstrierten damit, dass diese Grenze nicht trennt, sondern offen ist für ein gemeinsames Handeln auch über Grenzen  hinweg. Um dem Ganzen auch einen gemeinsamen  Abschluss zu geben, traf man sich zu einem Essen in Haarbach.

 

 

 

Monika Kaspar