Ein gelungener Ausflug mit viel Kultur

Kreis für Menschen mit Behinderung auf froher Fahrt

 

 

Erwartungsfroh trafen sich die Mitglieder des Kreises  „Menschen mit Behinderung“, ihre Angehörigen, sowie die befreundete Jugendgruppe mit den treuen Helferinnen  zum traditionellen Maiausflug.  Ziel des Tages war die  Wallfahrtskirche „Maria Schnee“ in Aufhausen Oberpfalz und der Ruhmestempel  Walhalla hoch über dem Donautal.

Die Wallfahrtskirche Maria Schnee ist eine weit über die Grenzen der Oberpfalz bekannte Wallfahrt, die von Patres und Brüdern des „Oratariums des heiligen Philipp Neri“ und den Ordensfrauen „Dienerinnen vom Heiligen Blut“ geistlich betreut wird. Gleich bei der Ankunft nehmen die verantwortlichen Seelsorger Schwester Hildegard und Bruder Bernhard die Vilsbiburger in Empfang und entführten sie in die herrliche Anlage des Meditationsgartens der Ordensgesellschaft, der so ansprechend angelegt ist, dass die Besucher nur staunen konnten. „So was Schönes haben wir selten gesehen“, war der begeisterte Tenor der Reisegruppe. Schwester Hildegard erklärte die einzelnen Stelen und Darstellungen, die eingebettet in wunderschöne Blumenrabatten und mit Texten versehen, zur Meditation einluden.

Nach diesem beeindruckendem Erlebnis fand sich die Reisegruppe in der wunderschönen Kirche vor dem Gnadenbild ein, um von den Seelsorgern die wichtigsten Informationen über die Geschichte der Wallfahrt zu erhalten. Diese ist eng verknüpft mit dem Geistlichen, Maler und Komponisten Johann Georg Seidenbusch, der als Pfarrer über 60 Jahre in der Gemeinde Aufhausen wirkte.

 

 

Seidenbusch war auch Gründer der Wallfahrt, er hatte als junger Theologiestudent eine kleine Marienstatue geschenkt bekommen, die er dann nach Aufhausen mitbrachte und sie in einer kleinen Kapelle mit der Nachbarschaft verehrte. Als sich immer mehr Gebetserhörungen ereigneten, kamen immer mehr Pilger und Seidenbusch holte sich vom Ordinariat Regensburg die Erlaubnis zum Bau einer Kirche, die 1673 geweiht wurde. Nachdem er mit der Betreuung der Pfarrei und der Wallfahrt total überfordert war, bemühte er sich um eine Ordensgemeinschaft. Seine Wahl fiel auf die Nerianer, er trat dieser Gemeinschaft selbst bei und gründete in Aufhausen das erste Institut des Ordens nördlich der Alpen.

 

 

Als Patrozinium für die Kirche wählte Seidenbusch „Maria Schnee“ in Anlehnung an ein Fest in Rom, das dort am 5.August gefeiert wurde. Für ihn war aber die symblische Bedeutung, dass Maria „rein wie frisch gefallener Schnee“ war, ausschlaggebend.

Anschließend feierten die Vilsbiburger mit den beiden Seelsorgern eine Maiandacht

vor dem Gnadenbild, wobei auch das von Seidenbusch komponierte Lied „Gegrüßt seist du Königin“ gesungen wurde. Ein besonderes Geschenk machte Bruder Bernhard den Vilsbiburgern mit dem eucharistischen Einzelsegen, den er am Schluss erteilte. Martha Berger überreichte zum Dank eine Spende für die dringende Dachsanierung der Kirche und dann versammelte sich die bunte Gesellschaft zum Erinnerungsfoto.

Im nahen Stiftsgasthof erwartete der Wirt schon seine Gäste und in gemütlicher Runde genossen die Ausflügler Kaffee und Kuchen und eine echte bayerische Brotzeit .Dann freuten sich alle auf das letzte Reiseziel, “auf den Ruhmestempel des deutschen Volkes,“ die Walhalla. Besonders Interessierte ließen sich einige Büsten erklären, die meisten genossen den monumentalen Bau und die herrliche Aussicht ins Donautal. Zudem benutzten die Vilsbiburger zum ersten Mal den neuen barrierefreien Zugang zur Walhalla, der erst fertig gestellt wurde. Auf dem Heimweg dankte Martha Berger allen Sponsoren, die diese Fahrt möglich gemacht haben:

Der Staatlichen Realschule, ganz besonders Fachoberlehrerin Ingeborg Kronseder, die im Lauf der Jahre viele Aktionen für den Kreis gestartet hatte, der Sparkasse Vilsbiburg, sowie allen befreundeten Gruppen und Helferinnen, die sich jahrelang zum Wohl der behinderten Menschen engagierten.

Martha Berger