Allerseelengottesdienst mit Verlesen der Verstorbenen

 

 

In der Statio sagte Pfarrer Peter König: "Eigentlich wäre ich heute in Rom und im Petersdom in der Krypta an den Gräbern der Päpste, doch die Corona hat es verhindert, so sind wir heute hier in unserer Pfarrkirche "Maria Himmelfahrt" versammelt und gedenken unserer verstorbenen Angehörigen, besonders der seit Allerheiligen 2019 verstorbenen der Pfarrei Vilsbiburg. Die große burgundische Reformabtei Cluny begann um 1.000 nach Allerheiligen den Gedenktag aller Seelen zu begehen. Die Initiative ging aus vom heiligen Odilo von Cluny (994-1048). Die Päpste gewährten für den Tag reiche Ablässe. Papst Franziskus hat den ganzen Monat November, wegen der Corona-Pandemie, zur Erlangung des Ablasses ausgerufen. Wichtigster liturgischer Brauch am Allerseelentag war der Besuch des Friedhofes. Das Allerseelengedenken drängte zu einer Entfaltung und Festlegung der Totenriten. Man übernahm aus der Karfreitagsfeier die schwarze Farbe der Paramente. Die ursprünglich kostbarste Farbe Schwarz wurde nicht mehr als Festfarbe, sondern als Trauerfarbe verstanden. Der Allerseelentag ist nicht nur ein liturgischer Termin, sondern auch eine Aufgabe, das Gedenken neu zu beleben. Nach dem Evangelium und dem Glaubensbekenntnis wurden die 52 Verstorbenen der Pfarrei "Maria Himmelfahrt" namentlich verlesen und für jeden Verstorbenen/Verstorbene eine Kerze vor dem Altar entzündet. Das Licht wurde von der Osterkerze genommen. Die Osterkerze ist das sichtbare Zeichen des auferstandenen Herrn. Licht bedeutet Hoffnung, deswegen entzünden wir auch an den Gräbern Lichter der Auferstehung, der Hoffnung.

 

 

Pfarrer Peter König