Allerheiligen in der Stadtpfarrkirche

Vilsbiburg. Der Herbst mit seiner Vergänglichkeit einerseits und die Sonne mit ihrem lebensspendenden Licht andererseits bildeten den Rahmen zum diesjährigen Fest Allerheiligen. Es passte zudem dem, was der Feiertag miteinander vereinte. Trauer und Hoffnung. Wieder viele Gläubige besuchten am Donnerstagnachmittag den Friedhof und gedachten ihrer verstorbenen Angehörigen. Der liturgische Dienst versammelte sich mit Mitgliedern des Musikvereins unter der Leitung von Bernhard Weindl vor dem Trauerhaus. Pater Robin, Pater Berger und Gemeindereferent Gerhard Valentin sprachen die fürbittenden Gebete. Anschließend segneten sie unter den Klängen des Totenglöckchen die Gräber auf dem Weg durch den Friedhof.

Irmgard Sattler

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Allerheiligen in Gaindorf, Haarbach und Seyboldsdorf

 

In Gaindorf nach dem Sonntagsgottesdienst, in Haarbach und Seyboldsdorf nach dem Wortgottesdienst zogen die Ministranten mit Pfarrer Peter König und den Gläubigen zu den Gräbern der Angehörigen. Der Blick ist auf den Grabstein gerichtet. Die Namen unserer Verwandten, Freunde, Bekannten sind eingemeißelt. Der Grabstein steht fest und wenn wir diesen berühren, ist er kalt, kalt wie der Tod, mit diesen Worten begann der Geistliche die Gottesdienstbesucher einzustimmen auf das Gedächtnis der Verstorbenen. Der Grabstein ein Verbündeter des Todes, unzerstörbar, endgültig. Wir Menschen haben nicht die Kraft uns vor dem Grab zu retten, noch haben wir die Fähigkeit den "Stein vom Grab wegzuwälzen". Das allein ist die Sache Gottes. Nach der Litanei für die Verstorbenen wurden in den Fürbitten der Verstorbenen des Jahres gedacht und jeweils eine Kerze vor dem Altar entzündet.  Der Kirchenchor in der jeweiligen Pfarrei sang ein Lied, danach wurden die Verstorbenen der letzten 5 Jahre verlesen. Mit Weihwasser und Weihrauch zogen Ministranten und Priester betend durch die Gräberreihen. Mit einem österlichen Lied endete der Wortgottesdienst. Die Gräber wurden mit Blumen geschmückt und auf vielen Gräbern ein Licht entzündet.

Pfarrer Peter König