Facebook macht`s möglich

 

 

Vor einigen Tagen bekam die Pfarrei Besuch aus Rom. Stadtpfarrer Peter König konnte einen Gast aus Bangladesch begrüßen, der für einige Tage im Pfarrhof Vilsbiburg war. Wie diese Verbindung zustande kam? Facebook machte es möglich. So begab sich der Priester von Rom über München nach Vilsbiburg auf den Weg. Der Priester Taposh Halder, der 1976 als jüngste von 11 Kindern in Bangladesch  auf die Welt kam, wurde 2010 zum Priester geweiht und studiert seit 2015 an der Lateransuniversität in Rom Pastoraltheologie um voraussichtlich 2020 mit dem Doktortitel abzuschließen. Der Priester berichtete von Schwierigkeiten das Studium zu finanzieren. Neben Lebenshaltungskosten wie Essen, Unterkunft, Kleidung und Fahrkarten, müssen  Gebühren wie Aufenthaltsgenehmigung für Italien, Krankenkasse, Studiengebühren bezahlt werden. Nach seinem Studium möchte er  in seine Heimatdiözese Kuhlna  zurückkehren.  D.h. 12 Stunden Flug von München nach Dhaka und dann weitere 300 km in die Diözese Khulna.  Das  Bistum wurde 1952 gegründet  und umfasst 32000 Katholiken, 10 Pfarreien und hat 29 Priester.

In seiner Heimat sind die Christen in der Minderheit. Es gibt dort 90 % Muslime, 9 % Hindus 1 % Buddhisten und Christen. Es treten dort viele Probleme zwischen den einzelnen Religionen auf. Z.B. Mischehen, Armut, Arbeitslosigkeit, Kinderarbeit, Gewaltanwendung zwischen den Gruppen, Landraub durch die Muslime. Dagegen gibt es auch Lichtblicke, wie Pfarrer Halder betonte. In 4 Waisenhäusern und Kindergärten werden Kinder betreut, deren Eltern  kein Geld haben. Auch an möglichem Priesternachwuchs mangelt es nicht. Zurzeit sind 77 Theologiestudenten in Dhaka zur Ausbildung.

Was jedoch noch den Menschen zu schaffen macht, sind die unbeherrschbaren Naturgewalten, die mit schönster Regelmäßigkeit das Land heimsuchen. Mit Bildern von zerstörten Häusern Sturzfluten, abgedeckten Häuser, Menschen, die auf der Straße sitzen und nichts mehr haben informierte der Priester eindrucksvoll.

Damit aber der Gast  das religiöse Leben in der Pfarrei erleben konnte, wurde er durch Stadtpfarrer Peter König aktiv in die Feier des Gottesdienstes und Teilnahme an den Bittgängen  eingebunden. Bevor Taposh Halder am Donnerstag seine Heimreise antrat, stand noch ein Kurzbesuch in Altötting auf dem Programm.  

Kaspar Monika