Fronleichnam Vilsbiburg

 

 

Vilsbiburg. Den anderslautenden Wettervorhersagen zum Trotz konnten die Vilsbiburger am Donnerstag einen sonnigen Prangertag feiern. Zahlreiche Christen begleiteten das in der Monstranz getragene Allerheiligste – die gewandelte Hostie – unter dem „Himmel“ zusammen mit dem Musikverein und dem Kirchenchor, den Fahnen vieler Vereine und den Kommunionkindern durch die Stadt.

Pater Robin Xavier und Pater Peter Berger zelebrierten gemeinsam den Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche. Pater Robin ging in seiner Predigt auf die Bedeutung von Fronleichnam ein: „Was an Gründonnerstag nicht groß und mit Pracht gefeiert werden kann, das wird heute nachgeholt: die Eucharistie.“ Im Althochdeutschen steht „fron“ für „Herr“ und „lichnam“ für „Leib“. Übersetzt heißt Fronleichnam also „Leib des Herrn“. Dieser steht beim „Fest des heiligsten Leibes und Blutes Christi“ im Mittelpunkt.

Nach dem Festgottesdienst formierte sich die Prozession. Ein langer Zug marschierte betend und singend zu den Altären am Pfarrbrückenweg beim Lagerhaus Bauer, am Caritas-Altenheim, am Stadtplatz und vor dem Bettengeschäft Hussinger. Begleitet von den diesjährigen Erstkommunionkindern und einer großen Schar Ministranten trugen abwechselnd Pater Robin und Pater Berger die Monstranz gut behütet unter dem Baldachin durch die Straßen, die von Mitgliedern der Feuerwehr verkehrstechnisch abgesichert wurden.

Stefan Priller sprach die Texte auf dem Weg zu den einzelnen Altären, die von einigen Familien mit frischem Grün und beeindruckenden Blumenteppichen geschmückt worden sind. Jede Station stand dabei unter einem besonderen Thema. Der Musikverein unter Leitung von Bernhard Weindl und der Kirchenchor unter der Leitung von Martina Strobl bereicherten die Fronleichnamsprozession musikalisch.

Pater Robin und Pater Berger baten zuletzt alle Anwesenden, Jesus Christus wieder in die Pfarrkirche zu begleiten und diese Feier des Fronleichnams dort zu beenden. Anschließend verkauften die Ministranten unter den ebenfalls mit kleinem Birkengrün geschmückten Arkaden Würstlsemmeln und Getränke – und im angenehmen Schatten mussten die Gläubigen nicht lange überredet werden.

 
Irmgard Sattler

 

 

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Fronleichnam Gaindorf/Haarbach

 

 

Wie in vielen anderen katholischen Ortschaften auch, feierte am Donnerstag die Pfarrei Gaindorf das Fronleichnamsfest. Dies findet immer am zweiten Donnerstag nach Pfingsten statt und geht auf  Visionen der Schwester Juliana von Lüttich zurück. In 8 Bundesländern ist Fronleichnam ein gesetzlicher und somit arbeitsfreier Feiertag. An ihm wird die besondere Verehrung des Eucharistischen Brotes sichtbar. Auch die Pfarrei  Gaindorf reihte sich heuer wieder  in die Reihe vieler Pfarreien ein, die durch Gottesdienst und Prozession das Fest der  Mitte des Glaubens feierten. Abwechselnd wird dieses Fest in der Pfarrkirche Gaindorf oder in Filialkirche  Haarbach begangen. In diesem Jahr fanden sowohl Gottesdienst als auch Prozession in Haarbach statt. In seiner Predigt stellte Stadtpfarrer König  einen Vergleich zwischen der Situation der Urchristen und der Situation der Christen heute her. Zunächst zeigte er die  Lebens- und Glaubenssituation der Urkirche auf.  Geprägt durch die Teilnahme an der Eucharistiefeier und dem Empfang des heiligen Brotes bestand für jeden die Gemeinschaft mit Christus und untereinander. Gestärkt dadurch  gelang es, seinen Glauben durch sein Handeln im Alltag zu bezeugen. Glaube, Gottesdienst und Tun waren untrennbar miteinander verbunden.Die rückläufige Zahl der Kirchenbesucher und die Zunahme der Austritte zeigen, dass viele  Menschen zu Kirche und Glaube keinen Bezug mehr haben. Die Befürchtung, ähnlich wie die Urkirche zur kleinen Minderheit zu werden wird immer wieder laut. Das dies auch eine Chance zur Erneuerung wird, sieht der Jesuitenpater Henri Boulad .Es gilt, die erstarrte Art des praktizierten  Glaubens aufzubrechen. Er fordert „ eine  theologische und spirituelle Neubesinnung und Vertiefung der kirchlichen Verkündigung verbunden mir pastoralen und katechetischen Reformen ein.“ Das Wort Liturgie verwendet dabei der Jesuitenpater im ursprünglichen Sinn als Dienst. Dienst der Krankenschwester, Sorge der Mutter für ihre Familie…..Das Wichtigste sei dabei die Wandlung von uns selbst zum Mittler zwischen Gott und der Welt. Zum Schluss dankte Stadtpfarrer König allen, die sich zum Gottesdienst  und zur Fronleichnamsprozession auf den Weg machten.

 

 

Nach dem Gottesdienst formierten sich die Gläubigen zur Prozession. An der Spitze die Ministranten mit Kreuz, die örtlichen Vereine mit Fahnenabordnungen  FFW Gaindorf, KSK Gaindorf,  Landjugend Gaindorf , Mütterverein Gaindorf, Kirchenchor, Kommunionkindern , Lichtträger, Himmelträger, Stadtpfarrer König mit Monstranz, gefolgt von den Gläubigen. An allen Altären fügte Pfarrer König eine individuelle Bitte ein. So für die Familien, für die gesunde Heimkehr der Feuerwehrmänner nach einem Einsatz, für die Gäste  eines Gasthauses und für die Bäckerei mit dem Brot des Lebens. Hier waren auch die Erstkommunionkinder mit einbezogen und sangen zusammen mit Pfarrer König ein Lied. Anschließend zogen alle zum Schlusssegen in die Kirche. Pfarrer König bedankte sich bei( der Mesnerin, den Lichter- und Himmelträgern, dem Kirchenchor für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes und der Prozession,  den Lektorinnen, der Feuerwehr für die Regelung des Straßenverkehrs) allen, die bei der Gestaltung des Gottesdienstes und der Prozession mitgewirkt haben.

Monika Kaspar

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Fronleichnam in Seyboldsdorf

 

 

Bereits am Dreifaltigkeitssonntag fand in der Pfarrei "St. Johannes der Täufer" in Seyboldsdorf die Fronleichnamsprozession statt. Tags vorher begannen die Vorbereitungen, um den Ortsteil würdevoll zu schmücken. Etlich Häuser zierten Fahnen mit dem Wappen der Grafen von Seyboldsdorf. Nach dem Gottesdienst formierten sich die Gläubigen zur Prozession. An der Spitze die Ministranten mit dem geschmückten Kreuz. Die örtlichen Vereine mit Fahnenabordnungen: FFW, KSK und Rotes Kreuz Gemeinschaft Seyboldsdorf, Kirchenchor, Kommunionkinder, Laternentäger, Himmelträger, Stadtpfarrer Peter König mt der neugotischen Monstranz, die nicht leicht war, dahinter das Volk Gottes. Der erste Altar im Pfarrgarten, der zweite beim Kindergarten, der dritte an der Hauptstraße Anwesen Wirthmüller. Bei den Fürbitten am dritten Altar sprach der Pfarrer von Vilsbiburg auch die Bewohner von Seyboldsdorf an, wir sind hier an der Hauptstraße, viele Menschen durchfahren diese Straße, wir beten für alle, die hier vorbei fahren, die hier in Seyboldsdorf wohnen, der Herr möge sie segnen. Der vierte Altar bei Fam. Kohler. Anschließend zogen alle in die Pfarrkirche zum Schlußsegen und zum gemeinsamen Lied: Großer Gott wir loben dich. Dankbar nahmen die Pfarranghörigen das erstmalige Angebot eines Mittagstisches an. Der Pfarrer bedankte sich bei allen, die zum Gelingen der Prozession und auch für das gemeinsame Mahl beigetragen haben.

 

Pfarrer Peter König